FOTOAUSSTELLUNG: „Immer war diese Hoffnung – Ehemalige Russlanddeportierte erinnern sich“

Das Deutsche Kulturzentrum Iasi und das Moldauische Historische Museum des Nationalen Museumskomplexes „Moldova“ Iasi laden Sie in dem Zeitraum vom 9. november 2018 bis zum 13. Januar 2019 ein, die Ausstellung des Fotografen Marc Schroeder „Immer war diese Hoffnung – Ehemalige Russlanddeportierte erinnern sich“ zu besuchen.

Die Eröffnung findet am Freitag, dem 9. November 2018, um 17:00 Uhr im Kulturpalast statt und wird als besonderer Gast den Fotografen Marc Schroeder haben.

Music: Fyrsta – Living Room Songs – Olafur Arnalds

Die Ausstellung zeigt eine Serie ausdrucksstarker Porträts ehemaliger deutschstämmiger Deportierter aus Rumänien in die Sowjetunion und als Begleittext dienen Auszüge aus den aufgezeichneten Zeitzeugengesprächen.

Der Luxemburger Fotograf Marc Schroeder begann sein Dokumentarprojekt über die Deportation der Rumäniendeutschen in die Sowjetunion im Jahre 2012. Zweck seiner ersten Rumänienreise 2010 war
eine Spurensuche: Die Vorfahren der Siebenbürger Sachsen stammen unter anderem aus dem heutigen Raum Luxemburg. Luxemburger und Siebenbürger Sachsen sprechen bis heute die gleiche moselfränkische Mundart. Während seiner ersten Entdeckungsreise hörte der Fotograf zum ersten Mal von der „Russlanddeportation“ und stellte fest, dass diese Verschleppung vielen Menschen in Rumänien unbekannt war. Das Thema ist zwar wissenschaftlich erforscht sowie literarisch und filmisch behandelt, aber es existiert noch keine umfangreiche fotografische Dokumentation zu diesem historischen Kapitel.
Da die Lebensgeschichten älterer Menschen den Fotografen schon seit seiner Kindheit faszinieren, nahm er sich vor, einige der letzten Zeitzeugen aufzusuchen. Während der folgenden drei Jahre besuchte Marc Schroeder über 40 ehemalige Russlanddeportierte in Rumänien; er fotografierte die Betroffenen in ihrem Alltag und zeichnete ihre Erinnerungen auf. Entstanden ist eine ausdrucksvolle Portraitserie, die die Identität dieser Menschen als Angehörige einer Minderheit sowie ihre traumatischen Erfahrungen im sowjetischen Arbeitslager widerspiegelt. Die Zeitzeugenaussagen entwerfen ein kollektives Erinnerungsbild an die Deportation und verleihen den Portraitfotos eine Stimme.

Das Projekt wurde 2013 durch ein Stipendium „Europa Grant for Cultural Journalists“ vom
Rumänischen Kulturinstitut, Bukarest, gefördert.

Die Ausstellung kann vom 9. November 2018 bis zum 13. Januar 2019 von Dienstag bis Sonntag von 10.00 bis 17.00 Uhr besucht werden.

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