„Ausgehend von den Auswirkungen der Documenta Fifteen und verbunden mit der Frage nach öffentlichen (Kunst-)Räumen werden in diesem Vortrag künstlerische und kuratorische Strategien rund um den Begriff des Erinnerns vorgestellt. Das, was in letzter Zeit als „Versöhnungstheater“ (Czollek) bezeichnet wurde, die deutsche Erinnerungskultur, wird in diesen Projekten und ihren institutionellen Manifestationen, sei es als Gedenkstätte, Museum, Archiv, Rundgang, Ritual oder Geste, hinterfragt. Mit welchem Verständnis von öffentlichem Raum – und damit von Infrastruktur – entwickeln Künstler und Kuratoren Strategien alternativer Formen des Erinnerns? Welche Rolle spielt die Kultur für eine noch nicht erfolgte Versöhnung? (Sophie Goltz, 2024)
Sophie Goltz lebt und arbeitet in Salzburg und Berlin als Kuratorin, Kunstvermittlerin und Autorin. Im Jahr 2020 wurde sie zur Direktorin der Internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst Salzburg ernannt. Von 2017 bis 2020 lehrte sie als Assistenzprofessorin im neuen Studiengang Museum Studies and Curatorial Practice (MA) an der School of Art, Design and Media der Nanyang Technological University Singapore. Sie war stellvertretende Direktorin für Forschung und akademische Ausbildung am NTU Center for Contemporary Art Singapore (NTU CCA Singapore). Von 2013 bis 2016 war sie die künstlerische Leiterin des Stadtkuratorin Hamburg. Von 2008 bis 2017 arbeitete sie als Kuratorin am Neuen Berliner Kunstverein (N.B.K.), wo sie bis 2013 auch die Leitung der Abteilung Kommunikation und Kunstvermittlung übernahm. Zuletzt veröffentlichte Goltz „Culture City. Culture Scape.“ (gemeinsam mit Ute Meta Bauer und Khim Ong, NUS Press, 2021) und „Passagen. Kunst im öffentlichen Raum Hamburg seit 1981“ (erscheint demnächst bei Spector Books), in dem sie ihre Zeit als künstlerische Leiterin der Stadtkuratorin Hamburg reflektiert.


