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Fotoausstellung: „Voll der Osten. Das Leben in DDR“

Das Deutsche Kulturzentrum Iasi organisiert am Montag. 29. Mai 2023, um 18:00 Uhr, die Eröffnung der Fotoausstellung „Voll der Osten. Das Leben in DDR“ der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Agentur der Fotografen OSTKREUZ.

Die Ausstellung lädt das Publikum zu einer Bilderreise in die Zeit der Teilung ein. Gezeigt wird eine ungeschminkte DDR-Realität, an die sich heute selbst Zeitzeugen kaum mehr erinnern. Die Ausstellung präsentiert auf 20 Tafeln über 100 bekannte und unbekannte Fotos von Harald Hauswald. Die Texte der Ausstellung hat der Historiker und Buchautor Stefan Wolle verfasst, der wie der Fotograf in der DDR aufgewachsen ist.

 

Jedes der Bilder erzählt eine Geschichte. Die Erzählungen handeln natürlich auch von Politik, aber vor allem von Zärtlichkeit, Liebe, Zuneigung und Sehnsucht. War in dem zugemauerten Land für Zuneigung und Zärtlichkeit einfach nur mehr Zeit? Oder waren diese Gefühle angesichts der Bedrängung durch die Staatsmacht und die Ideologie gleichermaßen Fluchtpunkt und Rückzugsraum? Auf jeden Fall ermöglichte das Miteinander der Menschen ein würdevolles Überleben trotz aller Widrigkeiten und es lässt das Leben im Osten rückblickend als wertvoll und wichtig erscheinen.

Durch die begleitenden Fotografien und fesselnden Texte wird die Ausstellung zum idealen Medium, den Alltag in der DDR der achtziger Jahre kennen zu lernen,  einsame und alte Menschen, verliebte junge Pärchen, Rocker, Hooligans und junge Leute, die sich in der Kirche für Frieden und Umweltschutz einsetzten, zu beobachten, ohne die bedrückende Realität zu verbergen, die sich in den verfallenen Fassaden oder den Warteschlangen vor Lebensmittelläden zeigt.

Die Ausstellung ist bis zum 31. Juli 2023 von Montag bis Freitag von 14.30 bis 18.30 Uhr zu besichtigen.

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Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur wurde 1998 vom Deutschen Bundestag gegründet und trägt mit ihrer Projektförderung sowie eigenen Angeboten zur umfassenden Auseinandersetzung mit den Ursachen, der Geschichte und den Folgen der kommunistischen Diktaturen in Deutschland und Europa bei.

OSTKREUZ Agentur der Fotografen wurde 1990 von sieben ostdeutschen Fotografinnen und Fotografen in Paris gegründet. Heute zählt die Agentur 22 Mitglieder aus ehemals Ost und West und gilt als das renommierteste Fotografenkollektiv Deutschlands.