Filmabend: „Vor der Morgenröte“

Das Deutsche Kulturzentrum Iasi setzt die Reihe der deutschen Filmabende ab Mittwoch, dem 26. Februar 2020, um 18:00 Uhr mit dem Film “Vor der Morgenröte” fort. Das Drama von Maria Schrader, das als der beste Film des Jahres 2016 ausgezeichnet worden ist, stellt ein brandaktueller Film zum Thema „Exil“ und auch ein Stück europäischer Kulturgeschichte dar.

„Vor der Morgenröte“ dokumentiert die letzten Lebensjahre des berühmten österreichischen Schriftstellers Stefan Zweig im Exil. Auf dem Höhepunkt seines weltweiten Ruhms, aber in einem turbulenten Kontext, in dem der Nationalsozialismus europaweit an Bedeutung gewinnt, trifft Stefan Zweig die Entscheidung, seine geliebte Heimat zu verlassen und im Exil zu leben. Obwohl er versucht, sich aus der Politik herauszuhalten, ist er verzweifelt angesichts des Wissens um den Untergang Europas, den er schon früh voraussieht.

Die Entwicklung seines inneren Dramas wird episodisch während seiner Reise durch Brasilien, Argentinien, die Vereinigten Staaten und dann wieder in Brasilien dargestellt. Hier glaubt Zweig, einen Ort gefunden zu haben, an dem er im Exil leben und arbeiten kann. Doch der Verlust seiner Heimat geht ihm nahe. Gemischte Gefühle werden ihn für immer verfolgen, äußerer und innerer Druck drohen ihn zu überwältigen. Er ist nicht mehr sicher, ob er wieder zurückkehren kann, ob er nach der langen Nacht die Morgeröte je wieder sehen wird.

Der Film ist beim Europäischen Filmpreis im Dezember 2017 in Berlin mit dem Publikumspreis als der Beste Europäische Film ausgezeichnet worden. Schon zuvor erhielt der Film von Regisseurin Maria Schrader mehrere Preise, u.a. den Bayerischen Filmpreis, den CIVIS Medienpreis und den Preis der deutschen Filmkritik für Josef Hader als bester Darsteller in seiner Rolle des Stefan Zweig.

Der Film wird mit englischen Untertiteln vorgeführt.

Der Eintritt ist frei im Rahmen der verfügbaren Plätze/ Mit der Unterstützung des Goethe-Instituts

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