Filmabend: „Freistatt“

Das Deutsche Kulturzentrum Iasi führt die Reihe der Deutschen Filmabende wieter, und lädt Sie herzlich am Mittwoch, dem 6. März, ab 18:30 Uhr ein, zur Vorführung eines auf echten Gesichtern basierenden Films, betitelt “Freistatt“, in Regie von Marc Brummond.

Der Film erzählt eine für das bundesdeutsche Erziehungsheimwesen der sechziger und siebziger Jahre stellvertretende, wahre Horrorgeschichte und konzentriert sich auf den gnadelosen Kampf eines Jungen, um die letzte Spur von Menschlichkeit und Würde in einem unterdrückerischen System der Gesellschaft zu retten.

Die Handlung setzt im Sommer 1968 an. Wolfgang, ein 14-jährige Junge, wird von seinem Stiefvater in eine entlegene Fürsorgeanstalt abgeschoben. Die kirchliche Einrichtung erweist sich als Ort der brutalen Unterdrückung, der Unfreiheit und Ausbeutung: Als Zwangsarbeiter schuften die Jungs im Torfstich, den Schlägen ihrer „Erzieher“ ausgesetzt und so hoffnungslos vereinzelt, dass sich die Gewaltbereitschaft auch bei den Opfern fortsetzt. Der Heimleiter, ein brutaler und egoistischer Tyrann, der sich scheinheilig „Hausvater“ nennt, verhindert jede ehrliche Kommunikation der Insassen mit der Außenwelt, lässt Briefe abfangen und behandelt die Jungs, die er angeblich erzieht, wie Strafgefangene. Fluchtversuche werden geradezu sadistisch bestraft – und doch sucht Wolfgang sein Heil in der Freiheit. (www.goethe.de)

Marc Brummunds Film über die berüchtigte Erziehungsanstalt „Freistatt“ stützt sich auf die Berichte ehemaliger Insassen und wurde in Originalschauplätzen, Orte der Misshandlungen, gedreht.

Der Film wird mit englischen Untertiteln vorgeführt.

Freigegeben ab 12 Jahren.

Der Eintritt ist frei im Rahmen der verfügbaren Plätze/ Mit der Unterstützung des Goethe-Instituts.